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Immer häufiger finden wir mangelnde Erziehung zur Identität, vernachlässigte Sinnesentwicklung. Fernsehen, Playstation, Gameboy, Computerspiele, Werbung und andere übermächtige Reize überschwemmen und überfordern unsere Kinder täglich. Auch die Musik wurde vielfach zum Konsumgut, dient allzu oft der Zer – Streuung und verliert immer mehr ihre Bedeutung als hervorragendes Medium der Persönlichkeitsbildung. Nach beinahe 20 Jahren Erfahrung Unterrichtsarbeit mit musikalischem Schwerpunkt treten viele Perspektiven für neue Lernwege in Verbindung mit Musik klar zutage. Der harmonische Wechsel zwischen musisch – kreativer Tätigkeit und angemessener Belastung darf mit Sicherheit als Auslöser entscheidender Entwicklungsprozesse gesehen werden. Beim täglichen Musizieren steht nicht das Vorzeigbare im Vordergrund, sondern der vielschichtige Prozess der Identitätsfindung des Kindes. Neben der Anbahnung und Erlangung der persönlichen Ausdrucksfähigkeit, der Eigenwahrnehmung wird mit Hilfe der Musik vertrauensvoll, behutsam und zärtlich der Zugang zum Du, zur Gemeinschaft und schließlich zur Umwelt aufgebaut. Die Fähigkeit, Kontakt zu suchen, anzunehmen oder zu verweigern, wird vielfach erst durch musikalisches Tun, das kinderleicht aufbereitet wurde und jedem Kind seinen ganz speziellen Zugang zur Musik ermöglicht, entwickelt. Fühlt sich das eine Kind mehr von der Melodie oder dem Text angesprochen, so erlebt ein anderes den Rhythmus oder die Bewegung freudvoll. Wichtige Kanäle eröffnen sich auch beim Instrumentalspiel, beim Malen zu Musik, beim Erfinden eigener Melodien oder einfach durch aktives Musikhören und Erfühlen ohne Einschränkung. Musik als Therapie ist auf dem Gebiet der Behandlung körperlicher und geistiger Behinderungen längst erkannt. Welche Fülle an Möglichkeiten hält sie doch für das normal entwickelte Kind bereit! Kurt Pahlen meint: Bei verhaltensoriginellen Kindern, die allesamt krank an der Seele sind, vermag Musik so manches kindliche Trauma zu mildern, Einsamkeiten zu überwinden, böse Erfahrungen in den Hintergrund zu drängen und Verständnisdefizite durch intensivierte Gefühlstätigkeit auszugleichen. Lernen mit Musik bedeutet für alle Lernen ohne Grenzen, ohne Bedingungen, ohne Beschränkung, ohne Zulassungsbeschränkung – täglich ein hoffnungsvoller Neubeginn. Achten wir auf die Einfachheit der Schritte, auf die ermutigende Haltung – schenken wir den Kindern Musik als Heimat der Seele! Neueste Erkenntnisse der Gehirnforschung messen der musisch ästhetischen Erziehung größte Bedeutung zur Harmonisierung der Hemisphären bei. Besonders bedeutsam erscheint in diesem Zusammenhang
die Pflege des mehrmedialen Musizierens zu sein. Die Auswirkungen auf den kognitiven Lernprozess liegen
klar auf der Hand: Die Zusammenarbeit mit unserer örtlichen Musikschule
ist uns wichtig! Die Musikschule wiederum beginnt ihre Arbeit mit in der VS musikalisch motivierten, gut vorbereiteten Kindern. Das Wunderland Musik ist unendlich. Jeder Weg dorthin ist richtig, solange er ein gemeinsames Ziel verfolgt: · Bildung des Herzens und der Seele
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